Männer-Porsche-Schrauber WE

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    • Männer-Porsche-Schrauber WE

      Hallo zusammen,

      im Vorfeld haben mein Freund Stefan (F1) und ich immer mal wieder über ein längst anstehendes "Männer WE" geschwatzt, das eine, oder andere Projekt am Telefon besprochen und vor allem festgestellt, dass es nun langsam mal wieder Zeit für gemeinsames WE wäre.....

      Im Grunde haben wir uns "innerlich beschwert" ;) , dass unsere Fahrzeuge ja "zu perfekt" sind und uns beiden die Arbeit und die Projekte ausgehen 8) :D

      Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ich muss mich wohl ausdrücklich bei der "Halbwertzeit" der Ventildeckeldichtung am Cabrio bedanken ;) , nach 23 Jahren und 70000 km war sie soweit geschrumpft, dass es von absolut trocken ....zu undicht nur ein kleiner Schritt und gefühlt Tage lagen.

      "Hurra" :D , es gibt wieder was zu tun. Kurzerhand alles besprochen, geplant und die notwendigen Teile geordert und die Entzugserscheinungen (Porsche schrauben) waren im Nu verflogen.

      Was stand somit auf der Samstag Arbeitsliste:

      993 C4 Cabrio:

      - untere Ventildeckeldichtungen beidseitig ersetzen

      - Motoröl ggf. ersetzen (was aber auf Grund des Zustandes, der bis dato gefahrenen km etc. nicht erfolgte)

      - Bremsflüssigkeit am C4 ersetzen

      - Klimaservice

      - weitere begleitende Arbeiten


      Sonntag haben wir uns dann dem Turbo vom Stefan gewidmet und auch hier das Motoröl kpl.mit allen Filtern ersetzt und die Bremsflüssigkeit auch kpl. ersetzt.

      Da wir ja die Aktion Ventildeckeldichtung bereits einmal an meinem Turbo erledigt hatten, mussten wir nicht lange überlegen und legten Hand an.

      Ausgangslage:

      Linker unterer Ventildeckel 01_IMG_5616.jpg......, der rechte war "nur" leicht feucht an der Unterkante....wurde natürlich auch gleich mit erledigt.

      Zuerst mal etwas "Baufreiheit" schaffen , Fahrzeug auf Bühne, div. Abdeckungen unter dem Motor ab, Räder ab und noch den Heizungsschlauch am Heizungskrümmer entfernt.

      Motoröl teilweise abgelassen und nach dem Aussehen, Färbung des Öles und vor allem unter Maßgabe der seit dem letzten kpl. Ölwechsel mit allen Filtern entschieden, dass dies hier und heute völlig übertrieben wäre.

      Hier die Ölablassschraube 33_IMG_0676.jpgmit dem kleinen Magneten nach ca. 5000km völlig sauber.



      Sehr gutes Werkzeug ist für das Lösen der jeweils 11 Schrauben unerlässich, da eine "vernutschte" Imbusschraube danach riesen Probleme bereiten kann.

      Bis auf eins....zwei Schrauben auf jeder Seite, sind diese durchaus gut zu erreichen und zu lösen. 49_IMG_0684.jpgKEIN Vergleich zum Turbo.

      57_IMG_0688.jpghier kann man schon erkennen, dass die Dichtung auch in der Höhe an der Unterkante des Deckels wesentlich flacher und geschrumpft war.51_IMG_0685.jpg

      Im Grunde ist diese total verhärtet und stock-steifff.

      Danach wurde alles penibelst gesäubert und gereinigt.
      41_IMG_0680.jpg

      Die bisherigen Deckel wurden gründlich gereinigt und waren 100% plan und wurden somit wieder verwendet.

      Neue Dichtung einsetzen und dann mit 11 neuen Schrauben das Ganze wieder an Ort und Stelle festschrauben. Anzugsmoment = 9,50nM

      Zum Schluss wieder die Kerzenstecker aufstecken und den Heizungsschlauch montieren und Öl auffüllen.

      Danach ging es an die Bremsflüssigkeit. Auch für uns war das Premiere und wir studierten zuerst einmal das Servicehandbuch, da der C4 da doch etwas mehr zu bieten hat.

      Hier nochmal ausdrücklichen Dank (bravo) an Martin für die fachliche Unterstützung :thumbsup:

      Zuerst einmal musste das Hochdrucksystem mit Druckspeicher neben dem Ersatzrad drucklos gemacht werden.
      Am Druckspeicher findet sich ein Entlüftungsnippel, ebenso sehr versteckt in den Tiefen des Motorraumes oberhalb vom Getriebe am Kupplungsnehmerzylinder......und natürlich 2 Stck an jeder Bremszange.

      Die NEUE Bremsflüssigkeit wird mittels Druck über Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters in das gesamte System gefüllt, bzw. gespült, bis an den einzelnen Entlüftungsnippeln eine definierte Menge in die Auffangflasche fließt.

      Der Kreis des Hochdruckbehälters wird dann mit zuschalten der Hochdruckpumpe gespült und entlüftet.

      Erstaunlich war, dass am Kupplungsnehmerzylinder doch eine recht "schwarze" Menge alter Flüssigkeit austrat. Nach dem "unberührten" Zustand des Nippels zu urteilen, hat wohl diesen Punkt wohl noch niemand ?( :S in der Hand gehabt.

      Die gesamten Arbeiten bis zum gründlichen reinigen und säubern der Entlüftungs- und Füllöffnungen brauchen in Summe doch etwas Zeit und gewissenhaftes handeln.
      Zum Schluss alles wieder komplettiert und in Betrieb genommen.....und Probefahrt in den Feierabend mit (Grillen) (Bier) gemacht.

      Nebenbei haben wir auch noch einen Klimaservice gemacht.

      Ergebnis: in 5 Jahren haben sich ca.300gr. Kältemittel verflüchtigt und diese wurden dann mit Kontrastmittel und Kälteöl weider aufgefüllt.

      Fertig. 03_E07DBDEC-AA97-4C16-B435-DC7095CFB0F7.JPG



      Sonntag Mittag ging es dann mit dem Turbo :love: vom Stefan weiter.

      Hier wurde der kpl. Ölwechsel mit allen Filtern erledigt und anschließend auch die Bremsflüssigkeit ersetzt-

      Dieses Öl: 10W-60_Castrol_20L-kaufen_ml.jpgwurde für die Fahrzeuge verwendet.


      Großen Dank an Stefan & Friends (bravo) es war wieder ein tolles Männer WE (ok) , wir haben einiges geschafft und dabei auch wieder was gelernt (G5)

      Jetzt freuen wir uns auf die Saison und schöne Ausfahrten mit unseren 993 Cabrios und Turbos.

      Allen eine schöne Woche.

      Gruß Uwe
      (lf) keep on running
      Uwe 9tb (cabsi)
    • Uwe, Stefan.....

      ich könnte Euch mal meinen 993rs bringen......
      Dann habt Ihr ganz viele Schrauber WE (LL)

      Gruß Dirk
      Ein Auto muss eine Seele haben......das Leben ist zu kurz um langweilige Autos zu fahren!

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      "... ein Auto ist erst schnell genug, wenn Du morgens davor stehst und Angst hast, es aufzuschließen ..." (W. Röhrl) :thumbsup:
    • Hallo Uwe,

      da hast du aber wieder mal eine schöne Zusammenfassung unseres Wochenendes geschrieben - schade, dass es schonwieder vorbei ist. Sag nur nächstes mal bescheid, wenn du eine Fotodoku planst - dann schalten wir die GoPro ein, die bisher hauptsächlich Bildmaterial der meistens rostigen T2-Restaurierung auf dem Speicher hat.

      Diesmal hatten wir bei unseren Arbeiten aber auch wirklich Glück - es lief alles wie am Schnürchen. Ohne große Überraschungen oder gammelige, widerspenstige Verbindungen, die die Stimmung gedrückt hätten. Selbst alle 19 (!) betätigten Entlüfternippel waren lösbar. Auch das Wetter war ideal.

      Für alle Interessierten auch ohne Bilder:
      Bremsflüssigkeitswechsel "993 Carrera" ungleich "993 Carrera 4" ungleich "993 turbo" ungleich "964 Carrera 4".
      Und wer hätte es gedacht: diesmal liegt erstmalig der 993 turbo vorn hinsichtlich Wechsel, da die Kupplung hier durch Pentosin (okay, über die "Reparaturfreundlichkeit" dieser Servobetätigung haben wir schon an anderer Stelle geflucht) und nicht über Bremsflüssigkeit betätigt wird. Wenn man erstmal die Spülung des Druckspeichers im Kofferraum verstanden hat. Schneller geht's nur beim G-Modell mit 915er-Getriebe.
      Schlusslicht in meinem selbst aufgestellten Ranking ist der 964 Carrera 4 aufgrund der Sperren nebst zugehöriger Ventile, die zur Entlüftung über Tester angesteuert werden müssen.

      Unsere ausgedehnten Probefahrten im Rahmen der Heimfahrten verliefen störungsfrei. Ich war nur überrascht, was bei KW V3 die Veränderung nur einer Raststellung bei der Druckstufe ausmacht. Da habe ich nämlich nebenbei auch am Rad gedreht. Aber vielleicht war ich dann auch einfach nur müde und das Popometer war nicht korrekt kalibriert.

      Viele Grüße,
      Stefan
    • Doc993 schrieb:

      Uwe, Stefan.....

      ich könnte Euch mal meinen 993rs bringen......
      Dann habt Ihr ganz viele Schrauber WE (LL)

      Gruß Dirk
      Dirk,

      ich vermute nur, dass du ihn dann nicht wiedererkennst so als ziviler Serientarga, spoilerlos mit kultviertem Leerlauf, Türpappen und Raffleder... :D
      Also überleg dir das nochmal!

      Viele Grüße
      Stefan

      P.S.: Meine Halle ist für die nächsten Monate aber ohnehin ausgebucht - der T2 kommt vom Lackierer zurück und muss aus mind. 300.000 Einzelteilen wieder zusammengefrickelt werden.
    • Mit T2 kenne ich mich richtig gut aus.....
      Hatte über 10 Jahre einen :)

      Gruß Dirk

      und der 993rs bleibt wie er ist
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    • Neu

      Hallo Männers,
      kommen wir mal wieder auf‘s eigentliche Thema zurück ;) .
      Uwe, Stefan, waren die Alubuchsen in den Ventildeckeln noch alle fest oder habt ihr welche wieder einkleben müssen?

      Super Bericht, danke euch :thumbsup: .

      LG Markus
      life is like a box of chocolats, you never know what you're gonna get
    • Neu

      Hallo Markus,


      ich habe nunmehr 4 Ventildeckel am Turbo und Cabrio de/montiert und gesäubert, alte Dichtung entfernt etc. etc.

      aber alle Deckel waren 1 A Plan und alle Buchsen waren fest.

      Wenn du dir mal den Ventildeckel und den Verlauf der Dichtung ansiehst, dann würde ich behaupten, dass die Buchsen KEINE Dichtfunktion übernehmen, denn um jede Buchse führt ringsum die Dichtung. Außerdem ist die Formgebung des Deckel an der Unterseite so gestaltet, dass KEIN Öl an die Buchsen gelangen kann.

      (siehe Bilder)IMG_0685.jpgIMG_0689.jpgIMG_0688.jpg
      So ist es bei .....vorausgesetzt planem Deckel und neuer Dichtung ausgeschlossen, dass hier Öl auch nur in die Nähe der Buchsen kommt.

      Sorry, aber da muss ich doch deinem Schrauber und dir widersprechen. An den Buchsen lag die Undichtheit bei deinem Turbo damals nicht.

      Ich schieße das zu nahe 100% aus.

      In diesem Sinne noch schöne Tage im Turbo.

      Uwe
      (lf) keep on running
      Uwe 9tb (cabsi)
    • Neu

      @ Markus,

      ....wohl ein kleiner Denkfehler!!

      Die Buchsen sind "nur" als Druckpunkt und vor allem als Abstandshalter nötig.

      Die jeweilige Buchse begrenzt das Anpressen des Deckels mit der Dichtung an den Motorblock, sodass die Dichtung zwar fest, aber auch nicht gequetscht wird...., somit auch eine gleichmäßige Druckverteilung über den gesamten Deckel mit den 11 Buchsen gewährleistet ist.

      Wenn die Buchsen nicht wären, würdest du den Deckel ungleichmäßig anpressen und über die Schrauben + Druck definitiv auch leicht verziehen...., mit der Option das das Loch ausbricht...

      DIE Buchsen waren ganz sicher nicht der Grund deiner wiederholten Undichtheit.....

      Schwamm drüber, ist ja jetzt eh erledigt.
      (lf) keep on running
      Uwe 9tb (cabsi)
    • Neu

      Bin mal gespannt bei meinem....
      Die sind seit ich ihn habe und mehrfachen Wechsel immer undicht....

      Gruß Dirk
      Ein Auto muss eine Seele haben......das Leben ist zu kurz um langweilige Autos zu fahren!

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    • Neu

      Hallo Uwe,
      hallo Markus,

      Uwe, wir sprachen ja schon ausführlich über die Funktion der Buchsen und deren Möglichkeit, für Leckagen verantwortlich zu sein.
      Ich habe mir nun die Bilder nochmal angesehen und es ist wohl doch so, dass eine feste Verbindung zwischen Buchse und Ventildeckel unbedingt erforderlich ist. Denn über dies Verbindung Buchse zum Deckel wird doch die komplette Spannung auf die umliegende Dichtung gegeben. So wie Markus aus meiner Sicht richtig vermutet, wäre bei loser Verbindung zwar die Buchse fest gegen das Nockenwellengehäuse geschraubt, eine Anpresskraft auf die Dichtung des umliegenden Deckels wäre aber nicht gegeben: die Schraube spannt nur die Metallbuchse, hält aber nicht den Deckel. Die Unterlegscheibe berührt den Kunststoffteil des Deckels nicht. Würden die Schraubenköpfe bzw. die Unterlegscheiben direkt auf den Kunststoffdeckel pressen, wäre die Situation eine andere...
      Oder anders gesagt: wären alle Buchsen locker, könnte man den Deckel ohne Lösen der Schraubverbindungen abnehmen; nur die Buchsen blieben montiert.

      Viele Grüße,
      Stefan
    • Neu

      nun ja Männers,

      ich bin bei meiner Überlegung von dieser Ausführung der Buchsen ausgegangen
      07E3805D-F8A3-4509-BF21-5F71A8B5A4C9.jpeg

      Wenn aber zugegebenermaßen die Buchsen im Deckel wie folgt ausgeführt sind

      FC97AB9C-E80B-4D10-9E7D-BAA3F401B3D8.jpeg

      und sich die Buchse lose drehen und in der Höhe im Deckel verschieben lässt, dann wäre logischerweise der Druck auf den Deckel nicht mehr gegeben und die Dichtung würde nicht gleichmäßig am Motorblock anliegen und ggf. nicht mehr dichten....

      kurz und gut, es wäre ja durchaus interessant festzustellen, ob sich die „losen“ Buchsen auch vertikal in der Verpressung im Deckel bewegen.

      Dann wäre es logisch, dass diese Deckel in die Schrottkiste gehören....

      Dirk, falls du deine Ventildeckel irgendwann mal abdichten und ersetzen möchtest, dann werfe mal die alten Deckel nicht in den Schrott.
      wir könnten da u.Umst. feststellen, ob die Buchsen sich unter Druck verschieben....

      schönen Feiertag zusammen.

      uwe
      (lf) keep on running
      Uwe 9tb (cabsi)
    • Neu

      Hallo Uwe,

      ich denke, es ist "Variante 2". Und es ist auch ein Grund mehr, warum die Schrauben mit "nur" 9,7 Nm angezogen werden sollen.
      Ist aber auch wurscht: bei deinen Deckeln sassen die Buchsen fest. Zumindest für die vormals undichte linke Seite kann ich das sagen, denn die entfiel bei unserer Arbeitsteilung ja auf mich. :) Und die 250-km-Probefahrt zeigt ja auch: Problem gelöst.
      Und sollten sie sich doch innerhalb der nächsten 20 Jahre einmal lösen: im Zusammenhang mit einem Ölwechsel sind die unteren beim Sauger binnen 30 min getauscht.

      Schönen Feiertag,
      Stefan