Zukunft der Mobilität

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    • Volksstromer ID 3: VW scheint Software-Probleme nicht planmäßig in den Griff zu bekommen

      Testfahrer sollen täglich bis zu 300 neue Fehler melden. Die Auslieferung von Volkswagens Elektroauto ID 3 könnte sich um Monate verzögern (klick).

      Da wirds wohl langsam eng für Herrn Diess.

      Gruß Jörg
      "Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.“
      Vittorio De Sica

      (cabsi) 96'er 993 C4 Cabrio arktissilber/blau
    • Hi Jörg et all,

      auch wenn es durch einen Artikel in der AMS dementiert wird, aber:
      Andere Autobauer sind unserer (deutschen) Kernindustrie voraus!
      Eine japanische Firma welchen ein Model 3 zerlegt hat meint: Der Vorsprung beträgt 6 Jahre!

      Das wäre - aus meiner Sicht - verhängnisvoll für unseren Industriestandort.

      Oder aber: Diess schafft mit den Zulieferern die Quadratur des Kreises.
      Er hat nur einen Versuch.

      Es bleibt spannend!
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

      Avatar by: Atelier 27 (C) 2013 ________
    • yellow.flash schrieb:

      Welcher Journalist ist denn da wieder halbgaren Infos aufgesessen.
      Michael,
      ich habe Verwandschaft in Wolfsburg. Nach deren Info werden täglich (!) mehr als 200 Ingenieure in WOB zu Krisentreffen zusammengetrommelt um die Probleme in den Griff zu kriegen. So aus der Luft gegriffen scheint das also nicht zu sein.

      Grüße Jörg
      "Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.“
      Vittorio De Sica

      (cabsi) 96'er 993 C4 Cabrio arktissilber/blau
    • Bei der Komplexität zig Steuergeräte mit eigener Software unter einen Hut zu bringen, halte ich die Anzahl der Fehlermeldungen nicht für aus der Welt gegriffen.
      Aber: Ggf. wird nur eine Schnittstelle mit den falschen Paramatern (oder Formaten) bedient, und schon meldet jede Einheit zig Fehler.

      Es kann viel sein, muss es aber nicht.

      Allerdings liegt hierin der große Unterschied zwischen Tesla und allen anderen Autobauern.

      Am Ende des Tages ist es sogar egal, ob wir hier von E-Auto sprechen oder Verbrenner. Sobald es ums autonome fahren geht, wird es komplex und es Bedarf sehr guter Software, Vernetzung, Komponenten welche miteinander reden, ...

      Will sagen: Auch wenn ich dem autonomen fahren (noch nichts) abgewinnen kann: Es wird kommen. Es wird jeden Autobauer (respektive seine Zulieferer) betreffen.

      Es bleibt spannend wer das Rennen nachhaltig gewinnt!
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

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    • mv993 schrieb:

      Andere Autobauer sind unserer (deutschen) Kernindustrie voraus!
      Eine japanische Firma welchen ein Model 3 zerlegt hat meint: Der Vorsprung beträgt 6 Jahre!
      Lieber Michael,

      das habe ich auch gelesen und halte die einschätzung für absolut realistisch.

      Grüße Jörg
      "Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.“
      Vittorio De Sica

      (cabsi) 96'er 993 C4 Cabrio arktissilber/blau
    • Yogih schrieb:

      das habe ich auch gelesen und halte die einschätzung für absolut realistisch.
      Ein Redakteur der AMS (link siehe weiter oben in meinem Beitrag) hat das relativiert.

      Was für Tesla im Moment super erscheint heißt aber auch: Alles muss selbst entwickelt werden.
      Alle anderen Autobauer setzen auf Zulieferer

      Irgendwie kenn ich das Thema aus der IT: Apple (geschlossenes, eigenentwickeltes System) versus Intel / Microsoft (offengelegte Schnittstellen für alle nutzbar)

      Ich denke wir alle werden das Ergebnis noch erleben.
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

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    • Karliczek drückt bei Wasserstoff-Strategie aufs Tempo

      wird ja auch Zeit.


      Quelle: dpa-AFX schrieb:


      Wasserstoff soll einen großen Anteil der Energieversorgung der Zukunft ausmachen. Noch ringt die Bundesregierung aber um die entsprechende Strategie. Nun prescht die Forschungsministerin vor.


      Berlin (dpa) - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert für die geplante Wasserstoffstrategie der Bundesregierung eine umfassende Lösung.
      «Wir können uns keine Halbherzigkeit leisten», sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In der Bundesregierung wird angestrebt, dass die Strategie am kommenden Mittwoch das Bundeskabinett passiert. Allerdings gibt es noch unterschiedliche Positionen.
      Im Entwurf der Strategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) heißt es, für eine zügige Verbreitung von Wasserstofftechnologien müsse auch «blauer» Wasserstoff eine Rolle spielen. Damit ist Wasserstoff gemeint, der mit fossilem Erdgas gewonnen wird. Das dabei entstehende Kohlendioxid (CO2) soll abgeschieden und deponiert werden - von dieser Technologie halten die meisten Klima- und Umweltschützer aber wenig. «Grüner» Wasserstoff stammt aus erneuerbaren Energien und wird von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) befürwortet.
      Nun sagte auch Karliczek, höchste Zeit sei es, in großem Stil auf «grünen» Wasserstoff zu setzen. Karliczek betonte, die hohen Anteile von fossiler und Kernenergie müssten bei einem Ausstieg aus der Atomenergie und Kohleverstromung nun schnell ersetzt werden. «Wir müssen jetzt energisch und nicht halbherzig in den grünen Wasserstoff einsteigen», so die CDU-Politikerin. Deutschland müsse hier weltweit zum Vorreiter werden. «Unser Anspruch ist eine sichere Energieversorgung zu einem bezahlbaren Preis», sagte Karliczek. «Ich stehe mit ganzer Kraft für eine grüne Energieversorgung ein.»
      Konkret forderte die Forschungsministerin «ambitionierte Ziele» - also die Formulierung von Mengenzielen in der Strategie. «Und wir brauchen Leute am Ruder, die jetzt mit Durchschlagskraft den grünen Wasserstoff, unsere Energieversorgung der Zukunft, auf allen Ebenen vorantreiben», forderte Karliczek. «Deshalb kämpfe ich für eine grüne Wasserstoff-Taskforce, die die Beschlüsse des Wasserstoffrates mit ganzer Kraft umsetzt.»
      Quelle: klick
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

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    • Es geht weiter mit dem Thema Wasserstoff:

      Finanztreff schrieb:

      Umfrage: Automanager setzen auch auf Wasserstoff

      Quelle: dpa-AFX
      Von Roland Losch, dpa

      Die deutschen Autobauer müssen jetzt rasch Elektroautos verkaufen, wenn sie die Klimavorgaben der EU erfüllen und Strafzahlungen vermeiden wollen. Aber für die Zukunft ist die Batterie nicht die einzige Option.

      München (dpa) - Deutsche Automanager setzen beim Wechsel zu klimafreundlichen Antrieben nicht nur auf Elektroautos mit Batterie, sondern auch auf die Brennstoffzelle mit Wasserstoff.

      Die Unternehmensberatung PwC hatte 210 Führungskräfte der Branche befragt - 83 Prozent fordern von der Politik eine technologieoffenere Unterstützung von Mobilität.
      Acht von zehn befragten Managern sehen auch die Autobauer selbst in der Pflicht, technologieoffen zu forschen und zu entwickeln, um alle Möglichkeiten für klimafreundliche Mobilität auszuschöpfen. Eine Option sei die Brennstoffzelle, «vor allem wegen der umweltfreundlicheren Produktion im Gegensatz zur Batteriezelle», erklärte die Berater. PwC will die Studie an diesem Montag veröffentlichen.

      Unternehmensberater bewerten die Brennstoffzelle allerdings kontrovers. Sie macht aus Wasserstoff und Sauerstoff Wasserdampf und Strom - der Strom treibt dann einen E-Motor an. Tankzeit und Reichweite der Autos entsprechen denen von Benzinern. Deutsche Unternehmen sind führend bei Wasserstofftechnologien. Aber zur Herstellung des Wasserstoffs braucht es erst einmal viel Strom, die Technik ist teuer.

      PwC-Strategy &-Europachef Peter Gassmann sagte, mit technologieoffener Forschung und Entwicklung «kann die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe hierzulande deutlich vorangetrieben werden». Deutschland und Europa müssten sich von Produktionsstandorten in Asien emanzipieren und lokale Kompetenzen und Kapazitäten ausbauen. Das helfe, «die Konkurrenzfähigkeit der Autobranche als Schlüsselindustrie Deutschlands gegenüber amerikanischen und chinesischen Wettbewerbern zu sichern».

      Thomas Schiller, Autoexperte der Unternehmensberatung Deloitte, sagte der dpa: «Die Frage ist, ob die E-Mobilität in zehn Jahren noch in ihrer jetzigen Form Bestand hat. In China sinkt die Nachfrage nach E-Autos massiv, seit der Staat die Subventionen gestrichen hat. Beispielsweise investiert Japan in Wasserstoff.»

      Sein Kollege Andreas Jentzsch von der Boston Consulting Group (BCG) dagegen sagte dpa: «Langfristig ist die Batterie nicht zu schlagen, es gibt keine Alternative. Sie werden leistungsstärker und günstiger werden, Feststoffbatterien werden weniger Rohstoffe brauchen.» Wasserstoff sei eine Lösung für Lastwagen im Fernverkehr.
      Für das Klima rentiere sich ein E-Auto heute erst ab 80.000 Kilometer Fahrleistung, «mit Ökostrom- oder Atomstrom und Batteriefertigung in Europa jedoch schon ab 40.000 Kilometern». Seine Prognose: «E-Autos für unter 40.000 Euro mit 400 Kilometer Reichweite werden den Durchbruch bringen.»

      Allerdings werde der Aufbau von Ladesäulen der Flaschenhals sein in den nächsten Jahren. «Denn das Ladenetz wird nicht so schnell wachsen wie der Absatz der E-Autos», sagte Jentzsch. Die Autobauer müssten diese Autos jetzt unbedingt verkaufen: «Der Hochlauf muss jetzt kommen! Nächstes Jahr dürfen die neuen Autos in der EU im Durchschnitt nur noch 95 Gramm CO2 ausstoßen, sonst wird's teuer für die Hersteller.»

      Elmar Kades, Autoexperte der Unternehmensberatung AlixPartners, sagte: «2050 müssen wir klimaneutral sein. Das heißt neue Entwicklungen: Batterie, Wasserstoff, und auch optimierte Verbrenner, eventuell mit synthetischen Kraftstoffen.» Auf dem Land mache der Verbrenner auch 2040 Sinn. «Aber 2050 werden zwei von drei Auto auf der Straße elektrisch oder mit Wasserstoff fahren. Den Wandel muss man jetzt aktiv gestalten.»

      Deloitte-Autoexperte Schiller sieht die Branche in der Zwickmühle: «Die Autohersteller haben heute die Wahl, ob sie hohe CO2-Strafen an die EU zahlen oder E-Autos zu Preisen verkaufen, bei denen sie wenig bis nichts verdienen. E-Autos werden noch in den nächsten Jahren ein Zuschussgeschäft sein.» Das ändere sich erst, wenn sie auf hohe Stückzahlen kommen. Kades sagte: «Die Gewinne der Autohersteller geben weiter nach. Vor ihnen liegt eine Margenwüste.» Investitionen stiegen, die Kosten sänken nur langsam. Aber wer es «durch die Wüste schafft, wird als Gewinner hervorgehen».

      Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht «grünen» Wasserstoff in einer Schlüsselrolle bei der Energiewende. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat mehr Tempo bei der Verbreitung von Antrieben mit Brennstoffzellen gefordert.
      Quelle: Finanztreff klick
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

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    • Wären wir so klein wie Luxemburg ...

      All,

      das gehört auch zur Zukunft der Mobilität:

      SZ schrieb:

      Aus für Fahrscheine: Luxemburg feiert kostenlosen Nahverkehr

      Luxemburg (dpa) - Das war's mit den Fahrscheinen in Luxemburg. Seit Samstag heißt es einfach: Einsteigen und mitfahren. Denn Bahn, Bus und Tram sind ab jetzt im gesamten Großherzogtum kostenlos.

      Luxemburg ist das erste Land der Welt, das alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis macht - und das wird in dem kleinen Land groß gefeiert. An den Bahnhöfen ertönt Musik: Es wird gerappt, getanzt, gesungen und gerockt. Und in den Zügen und Stadtbahnen verbreiten Künstler mit Mini-Konzerten Partylaune.

      Eigentlich hatte der Gratis-Transport am Sonntag (1. März) losgehen sollen. Wegen der Feiern am Samstag hatte die Regierung vor wenigen Tagen entschieden, den Start einen Tag vorzuziehen.

      "Es ist ein großer Tag", sagt der luxemburgische Mobilitätsminister François Bausch (Grüne) zum Start. Mit der Umstellung auf Gratis-Transport wolle man Menschen dazu bewegen, vom Auto auf Busse und Bahn umzusteigen. "Unser Ziel ist es, bis 2025 rund 20 Prozent mehr Passagiere zu transportieren", sagt der grüne Politiker. Denn wie viele andere Städte und Länder in Europa auch leide Luxemburg unter vielen, langen Staus im Berufsverkehr.

      Klar sei, dass die Umstellung auf gratis alleine nicht reiche, um Menschen in die "Öffis" zu locken. "Wir müssen den Transport so attraktiv und zuverlässig wie möglich machen, damit er eine echte Alternative darstellt." Wie geht das? Unter anderem werden die Bus- und Bahnlinien massiv ausgebaut - mehr Züge, neue Strecken, enger Takt. Satte vier Milliarden Euro werden dazu von 2018 bis 2027 allein auf der Schiene investiert. Plus 550 Millionen für die Tramstrecke in der Hauptstadt. "Urbane Räume müssen wieder den Menschen gehören, nicht den Autos", sagt der Minister.

      Elisabeth Schickes aus Steinfort findet es super, dass sie jetzt kostenlos mit der Bahn fahren kann. "Zwei Euro hier, zwei Euro da. Das hat sich geläppert." Kostenfreiheit sei ein guter Anreiz, umzusteigen. Christiane Wagener aus der Hauptstadt meint dagegen, gratis hätte der ÖPNV nicht werden müssen. "Ich fand es vorher auch nicht teuer." Astrid aus Frankreich meint, dass andere Länder dem Beispiel Luxemburgs folgen könnten. "Es ist eine gute Sache."

      Der kostenfreie ÖPNV, den Bausch gerne als "Sahnehäubchen auf einem multimodalen Kuchen" bezeichnet, bedeutet für den Luxemburger Staat Mehrausgaben von 41 Millionen Euro im Jahr. Multimodal meint: schlau umsteigen zwischen Auto, Bus, Bahn, Fahrrad und Carsharing, um sein Ziel zu erreichen. Hinzu kommen 16 Millionen Euro, die die Stadt Luxemburg aufbringt. Bürgermeisterin Lydie Polfer setzt auf eine "Bewusstseinsänderung" - denn die Stadt ächzt besonders unter dem Autoverkehr.

      Die Hauptstadt mache nur zwei Prozent der Gesamtfläche des Landes mit seinen rund 620.000 Einwohner aus, sagt sie. Ein Prozent davon seien Grünflächen - auf dem anderen Prozent lebten 20 Prozent der Einwohner des Landes. Und dort würden auch 40 Prozent der Arbeitsplätze liegen. Das erkläre, warum jeden Tag Zigtausende Pendler in die Stadt kämen. Bis 2030 sollen nur noch Elektrobusse unterwegs sein.

      Die neue Mobilitätsstrategie ist auch eine Reaktion auf die große Zahl der Grenzpendler. Täglich kommen rund 220.000 Menschen aus Frankreich, Belgien und Deutschland nach Luxemburg zur Arbeit. Auch sie profitieren von dem Gratis-Transport: Sie müssten ihre Tickets nur noch bis zur luxemburgische Grenze kaufen. Die 1. Klasse der Bahn bleibt kostenpflichtig.

      Minister Bausch sieht Luxemburg als "Laboratorium" für Verkehrsprobleme im 21. Jahrhundert. Nach Ansicht des Deutschen Städte- und Gemeindebundes kann das zweitkleinste Land der EU auch Modell für deutsche Städte und Regionen sein - um mehr Menschen in den ÖPNV zu bringen. Entscheidend sei nicht die Kostenfreiheit, sondern der Umbau des Verkehrsraumes, der Ausbau der Angebote und die Verbesserung der Qualität, sagt Sprecher Alexander Handschuh.

      "Wir brauchen einen Masterplan Verkehrswende." Für Städte, die für die Bürger gemacht seien und die Vorrang einräumen für Radverkehr, für Fußgängerverkehr und für ÖPNV. Bund, Länder und Kommunen müssten da "ein bisschen mehr Entschlossenheit an den Tag legen", sagte er in Berlin. Natürlich könne das Modell Luxemburg nicht eins zu eins übertragen werden. "Aber so weit wie Luxemburg sehe ich im Moment keine Region", sagte Handschuh.

      "Das Interesse weltweit ist riesig", sagt Bausch zum Gratis-Verkehr. Die Party geht das ganze Wochenende weiter. Am Samstagabend sollte im neuen Betriebshof der Tram auf dem Kirchberg eine Party mit DJs steigen. Und am Sonntag wird im Stadtzentrum gefeiert.
      Quelle: klick

      Aber bis wir uns das leisten können ... ganz im Gegenteil .. bei der Bahn könnte ich morgen als Zugbegleiter anfangen …

      Gruß
      Michael
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

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    • VW-Patriarchen geben Diess Rückendeckung

      Finanztreff schrieb:

      Quelle: dpa-AFX

      Nicht jeder in der Autobranche und auch bei Volkswagen selbst hält den massiven Hochlauf der E-Mobilität unter Konzernchef Diess für richtig. Die Eigentümerfamilie stützt den Kurs aber ausdrücklich. Die Kosten für die Nutzer reiner E-Autos sollen deutlich sinken.
      Wolfsburg (dpa) - Beim Umbau des VW-Konzerns bekommt Vorstandschef Herbert Diess Rückendeckung von der mächtigen Eigentümerfamilie Porsche/Piëch.
      Die Aufsichtsräte Hans-Michel Piëch und Wolfgang Porsche bekräftigten, hinter der Elektro-Offensive des Managers zu stehen. «Unsere Unterstützung hat er», sagte Piëch der «Bild»-Zeitung (Donnerstag). «Er steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Dafür braucht er Kraft, aber auch Unterstützung von allen im Konzern.»
      Volkswagen investiert Milliarden in die E-Mobilität und setzt dabei vor allem auf reine Elektroantriebe der ID-Fahrzeugfamilie. Daneben werden Hybridmodelle angeboten, die Brennstoffzelle ist derzeit noch kein größeres Thema. Laut einer internen Präsentation rechnet der Konzern damit, dass Autos auf Basis des Modularen Elektrobaukastens (MEB) in den kommenden Jahren für die Nutzer deutlich erschwinglicher werden können - auch wegen der mit dem MEB verbundenen Größenvorteile in der Produktion der Konzernmarken.
      Der aktuell im Werk Zwickau anlaufende ID.3 soll - die staatliche Kaufprämie inklusive - demnach nur noch knapp über den Aufwendungen für einen Golf-Diesel liegen. In der zweiten Generation des MEB sollen die Kosten dann schon unter denen eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor rangieren. Parallel will VW bis 2025 aber auch den Anteil von SUVs an den Gesamtverkäufen auf über die Hälfte steigern, in Europa hält man einen Anteil von bis zu 49 Prozent für machbar.
      Wolfgang Porsche betonte: «Wenn auch Herr Diess von vielen Seiten kritisiert wird, er ginge ein wahnsinniges Risiko ein: Es gibt heute keine Alternative zu dem Weg, den er und der Volkswagen-Vorstand eingeschlagen haben.» Beide VW-Patriarchen schlugen sich beim Thema Wasserstoff auf die Seite von Diess. «Allein die Diskussion über eine Entscheidung für Wasserstoff oder Batterien ist unglücklich», meinte Piëch. «Wasserstoff ist auf absehbare Zeit zu teuer und kann eben nicht mit nachhaltiger Energie hergestellt werden.»
      Autos mit Brennstoffzellen, in denen Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser reagiert und so die nötige Antriebsenergie liefert, gelten als Alternative zu reinen Elektroautos mit Batterieantrieb. Die Kosten für solche Fahrzeuge sind - auch wegen der noch sehr geringen Modellstückzahlen und Infrastruktur - aber bislang hoch. Außerdem ist die vorherige Aufspaltung von Wasser energieintensiv. Manche Beobachter sehen die Brennstoffzelle daher eher als Langfristlösung.
      Diess will vor allem ausschließliche Elektroantriebe massentauglich machen. Bis 2025 strebt der Konzern 3 Millionen verkaufte E-Autos an, ihr Anteil an allen Auslieferungen soll bis dahin von rund einem Prozent (2019) auf mehr als 20 Prozent zunehmen. Die Kosten aus Anschaffung und Betrieb sollen zudem spürbar sinken - sie sind bisher noch eines der größten Hemmnisse für den Durchbruch der E-Mobilität.
      Porsche forderte von der Politik machbare Rahmenbedingungen und kritisierte die EU-Vorgabe, spätestens 2021 im Schnitt einen Ausstoß von 95 Gramm CO2 je gefahrenen Kilometer bei neu verkauften Autos einzuhalten: «Der Flottenwert von 95 Gramm CO2 auf EU-Ebene mag politisch gewünscht sein, aber um das zu erreichen, müssen wir auch eine große Zahl an Kunden finden, die die E-Autos kaufen.» Die Familien Porsche und Piëch halten über die Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE mehr als 52 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern.
      Quelle: Finanztreff

      Nicht uninteressant was Piëch und Porsche zum Thema Wasserstoff meinen
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

      Avatar by: Atelier 27 (C) 2013 ________
    • mv993 schrieb:

      Nicht uninteressant was Piëch und Porsche zum Thema Wasserstoff meinen
      Ich denke, da ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Nachdem der VW-Vorstand sich quasi ausnahmslos für den Weg der Batterieelektrik entschieden hat darf die Brennstoffzelle keine Alternative sein.

      Grüße Jörg
      "Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.“
      Vittorio De Sica

      (cabsi) 96'er 993 C4 Cabrio arktissilber/blau
    • Und auf der anderen Seite:

      Porsche AG Newsroom schrieb:

      Porsche wird elektrischer – aber der 911 niemals

      02.03.2020
      Im Interview spricht Porsche-Chef Oliver Blume über die Tempolimit-Diskussion, „Fridays for Future“ und sichere Jobs.

      Herr Blume, Tempolimit-Diskussionen, Diesel-Fahrverbote und Kritik an SUVs macht es eigentlich noch Spaß, Chef eines Sportwagenherstellers wie Porsche zu sein?
      Oliver Blume: Na klar! Für mich ist es ein Traumjob, der mir große Freude macht. Gerade wir Automobilhersteller müssen uns mit Themen auseinandersetzen, die die Menschen bewegen. Dabei geht es nicht um 100-prozentigen Konsens, sondern darum, die Positionen zu verstehen. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, Verantwortung für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Für nachhaltiges Handeln, aber auch für Arbeitsplätze und Steuergelder.


      Hört der Spaß für Sie bei Forderungen nach einem Tempolimit auf?
      Unsere Autobahnen gehören statistisch zu den sichersten Straßen der Welt. Und wir haben die schöne Situation, dass es kein generelles Tempolimit gibt. Unbegrenztes Fahren ist ein Stück individuelle Freiheit. Und diese Freiheit sollten wir uns bewahren. Natürlich darf man dabei niemanden gefährden. Letztlich ist das Thema eine politische Frage und Aufgabe des Gesetzgebers.


      Aber ein Tempolimit in Deutschland könnte auch gut für die Umwelt sein.
      Wir haben da effektivere Maßnahmen, zum Beispiel unsere Antriebsstrategie. Bei unseren Verbrennermotoren erhöhen wir in jeder Generation die Effizienz. Durch unsere Hybridmotoren reduzieren wir den CO₂-Ausstoß deutlich. Und mit unseren E-Fahrzeugen können Sie emissionsfrei unterwegs sein. Das hätte man dem Sportwagenhersteller Porsche noch vor einigen Jahren nicht zugetraut.

      Empfinden Sie die Umwelt-Bewegung „Fridays for Future“ als Bedrohung für die Automobilindustrie?
      Ich sehe die Bewegung als einen gesellschaftlichen Anstoß, der in die richtige Richtung geht. Wir müssen Emissionen senken, um unsere Welt weiter so lebensfähig zu erhalten. Ich denke da in Chancen, um gemeinsam etwas zu erreichen. Bei Porsche haben wir die Weichen frühzeitig gestellt: Der emissionsfreie Taycan wird in Zuffenhausen emissionsneutral produziert.

      Aber für Porschekäufer sind PS-starke Motoren der Sportwagen mit einem typischen Röhren oft wichtiger als Verbrauch und CO₂-Ausstoß.
      Im Gegenteil. Unsere Kunden haben auch den Anspruch, dass unsere Fahrzeuge möglichst nachhaltig fahren und produziert werden. Porsche wird immer innovativ und dynamisch sein, aber gleichzeitig immer effizienter werden. Kunden kaufen einen Sportwagen nicht nur, weil sie schnell fahren wollen. Unser neuer Taycan ist dafür das beste Beispiel. Er hat überragende Beschleunigungswerte, eine tolle Fahrdynamik, gleichzeitig null Emissionen und fährt nahezu geräuschlos.


      Wie viele Elektro- und Benzinmotoren werden bei Porsche in den nächsten Jahren verbaut?
      Im Jahr 2025 könnten rund 50 Prozent aller Porsche mit einem elektrischen oder Hybridantrieb verkauft werden. Gleichzeitig wird es bei Porsche immer Verbrennermotoren geben. Das gilt besonders für den 911. Aber der Siegeszug der Elektromobilität ist unaufhaltsam.


      Wer hat bei dem Ausbau der Ladestationen gepennt: die Politik, die Industrie oder beide?
      Das ist eine gemeinsame Aufgabe, die keiner allein stemmen kann. Ich wünsche mir, dass wir in fünf Jahren eine umfassende Ladeinfrastruktur in Deutschland haben und das Thema Reichweite keine Rolle mehr spielt. Also ein ähnlich dichtes Netz wie bei normalen Tankstellen. Und dieses Netz ist auch nicht über Nacht entstanden.


      Viele Automobilhersteller planen Entlassungen. Porsche auch?
      Nein. Mit der Elektromobilität, unseren neuen E-Motoren und E-Fahrzeugen haben wir Chancen erschlossen und an unserem Stammsitz 2.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Wir haben nicht die Absicht, in den nächsten Jahren betriebsbedingt zu kündigen. Wir gehen gerade in Gespräche, bei denen es um eine Arbeitsplatzsicherung für die nächsten Jahre geht. Dort stehen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam in der Verantwortung.

      Info
      Interview erstmalig erschienen in der BILD am Sonntag, 01.03.2020
      Die Qualität des Miteinanders hängt ab von der Quantität des aufeinander Zugehens.
      Autor: Harry Truschzinski, deutscher Diplomingenieur

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